Die Zahl der Ransomware-Angriffe stieg 2025 um 50 Prozent, obwohl der Anteil der Opfer, die das Lösegeld tatsächlich zahlten, auf ein Allzeittief fiel. Das geht aus einem neuen Bericht von Chainalysis hervor. Die Höhe der Lösegeldforderungen für jene Opfer, die zahlten, stieg jedoch erheblich: um 368 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 60.000 US-Dollar. Die von Chainalysis im vergangenen Jahr erfassten Gesamtzahlungen beliefen sich auf 820 Millionen US-Dollar.
„Im Jahr 2025 erhielten Ransomware-Akteure mehr als 820 Millionen US-Dollar an On-Chain-Zahlungen, ein Rückgang von 8 Prozent gegenüber den 892 Millionen US-Dollar unserer aktualisierten Schätzung für 2024", schreiben die Forscher. „Die Gesamtsumme für 2025 dürfte sich noch 900 Millionen US-Dollar annähern oder diesen Wert überschreiten, wenn weitere Ereignisse und Zahlungen zugeordnet werden, so wie unsere 2024er Zahl von zunächst 813 Millionen US-Dollar nachträglich nach oben korrigiert wurde."
Die Forscher betonen zudem, dass die Zahl der Lösegeldzahlungen das tatsächliche Ausmaß des durch Ransomware verursachten Schadens nicht vollständig erfasst.
„Die Entwicklungen rund um Ransomware im Jahr 2025 lassen sich nicht allein mit den Veränderungen der Lösegeldzahlungen erklären", so die Forscher. „Während die Zahlungen leicht zurückgingen, nahmen Reichweite, Raffinesse und strategische Wirkung der Angriffe weiter zu. Organisationen jeder Größe, von globalen Automobilkonzernen bis hin zu regionalen Gesundheitsversorgern, sahen sich Erpressungsversuchen ausgesetzt, die den Betrieb störten, das Vertrauen erschütterten und systemische Folgekosten verursachten, die die eigentlichen Lösegeldzahlungen weit überstiegen."
Chainalysis kommt zu dem Schluss, dass Ransomware-Gruppen ihre Taktiken anpassen und weiterentwickeln, um ihren Opfern möglichst viel Geld zu entlocken.
„Die Bedrohungslandschaft 2025 lässt sich treffend mit Anpassung statt Rückzug beschreiben: Erpressungstaktiken entwickeln sich kontinuierlich weiter, sodass Angreifer auch jenseits klassischer Zahlungsströme Schaden anrichten und Wert abschöpfen können", schreiben die Forscher.
„Für Verantwortliche in Unternehmen und politische Entscheidungsträger unterstreicht dies eine zentrale Wahrheit der modernen Ransomware-Ära: Eine wirksame Reaktion erfordert sowohl robuste technische Verteidigung als auch strategische Resilienz, um den Gesamtschaden dieser vielschichtigen Bedrohungen zu begrenzen."
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Den vollständigen Bericht finden Sie bei Chainalysis.

